Beiträge von Haegar-E

    Jupp. Was soll ich machen. Meine Zweitwagen-"Elektro-Auto-Träume" sind mit dem B250e geplatzt.

    Wenn Du dann ein Auto für unter 5000,- Euro suchst, in das auch lange Menschen passen und welches ordentlich was ziehen kann (der ML kann 3,5t) bleibt nicht viel übrig. Durch Matsch und Schlamm und über Feldwege muss er fahren können. Auch das schränkt irgendwie ein.

    In der Preisklasse gab es fast nur noch ML, die noch HU hatten und fahrtüchtig waren.

    Ich hätte auch einen Nissan Navara genommen, doch die sterben leider früher. Ebenso wie Toyota Landcruiser. Wenn so ein Wagen im Angebot ist und bis dahin überlebt hat, dann ist er teurer.
    Der ML hat 290.000 km auf der Uhr und fährt prächtig mit LPG.
    Mit Blick auf meinen B250e, der bei 38.000km und keine 6 Jahre alt "gestorben" ist, sind vielleicht alte Mercedes Fahrzeuge haltbarer. :/
    Mein Wohnmobil auf Sprinter Basis, ist auch schon 22 Jahre alt und fährt noch :)


    Ja, in eine Ersatzteil-Börse.
    Das hat nicht ganz genug gebracht um mir einen 23 Jahre alten ML320 zu kaufen :S,
    genau das Gegenteil von Umweltfreundlicher Elektro-Technologie.
    Einziger Trost ist, das er auf Autogas umgerüstet ist.

    Hallo Pako,

    ja, ich schiele auch "neidisch" auf die Preise.
    Doch der total-"Verlust" meiner elektrischen B-Klasse hat ein etwas großes finanzielles Loch gerissen. ich muss erst einmal wieder Geld ansparen ;(

    Ich habe mein erstes Elektroauto gebraucht gekauft. Als "Test" ob mir diese Art der Mobilität zusagt und in meinem Alltag funktioniert, war das der perfekte Einstieg. Da der Preis in den ersten zwei Jahren immer - bei allen Wagen - am stärksten fällt, ist das ein gutes Alter zum Kaufen und die Batterie hat dann noch kaum gelitten.
    Vielleicht wird es jetzt noch etwas günstiger?

    Hallo, mit meinem EQV verbrauche ich 30kW/h und komme entspannt ohne Panik 200 bis 250km weit. Habe dann immer noch genug in der Batterie um im Stau zu stehen oder noch ein oder zwei Ladestationen weiter zu fahren sollte meine anvisierte Station länger belegt sein. Wenn der Bordrechner das Ziel rechnerisch erreicht, kann ich aber auch fahren wie ich will (Klima an, 150km/h und so). An die kurzen Pause habe ich mich gewöhnt und komme deutlich entspannter am Ziel an als früher, mit dem Verbrenner, mit dem man die Strecke im Zweifel in einem Rutsch gefahren ist.

    ...wie gesagt - Du hast mit dem EQS ein perfektes Auto. Wäre auch meine Wahl gewesen aber mir war das Auto definitiv zu lang - also EQC. Übrigens mit der Versicherung hatte ich so keine Freude. Die ist gegenüber letzen Jahres um über 300€ gestiegen. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass es an der Schadenhäufigkeit im Verhältnis zu den zugelassenen Fahrzeugen festzumachen ist.

    Oha, ich habe mich schon aufgeregt weil meine Versicherung um €100 gestiegen ist. Aber €300 ist schon happig.
    Tatsächlich hängen 2/3 der Teuerung an dem Haftpflichtanteil.

    Das schwarze Dach finde ich auch super.
    Hätte ich noch ein weißes Auto, würde ich das auch machen.
    Aber die "Modifizierung" der Grill-Optik ist mir so noch nicht eingefallen. Top.

    Ja, DAS habe ich getan.
    Natürlich nach unerfreulichen Gesprächen mit der Service Hotline / Reklamation / Beschwerden => es ist ein Kulanz-Fall und da muss der Herstellen nichts geben. Vermutlich, hätte MB das Getriebe selber erst einmal kaufen müssen, da es ja ein "Fremdfabrikat" ist. Auf jeden Fall wollen sie da keinen Präzedenzfall schaffen. Auch Anwälte konnten da nicht helfen.

    Hallo,

    das Getriebe hatte eine Fehlfunktion und konnte nicht repariert werden, sondern musste ausgetauscht werden. Ein Ein-Stufen-Getriebe kostet schlapp 11t€. Ob dann noch das Ankaufsangebot von 17t€ bestand hätte? Da habe ich lieber die 4,5t€ für den Ersatzteilpool genommen und mir eine "Karre" gekauft.

    Nachtrag


    Der Fall ist jetzt „abgewickelt“. Allerdings zu meinen Ungunsten.

    Wie geschrieben ist Mercedes mir nicht entgegengekommen.


    Der defekte Wagen ist auch unverkäuflich. Warum? Normalerweise werden fahruntüchtige Wagen mit Reparaturmöglichkeit gerne in den „Osten“ verkauft. Wenn das nicht geht, dann nach Afrika. Beides kommt für ein Elektrofahrzeug zurzeit nicht in Frage, da die benötigte Infrastruktur nicht vorhanden ist und damit kein Interesse besteht.

    Einzige Chance bleibt, den Wagen in einen Ersatzteile-Pool zu verkaufen für sehr kleines Geld.


    Da der Wagen eigentlich der finanzielle Grundstein für einen neuen E-Wagen sein sollte, ist dieser Traum gegessen. Also der B250e war vor dem Defekt noch so 17t€ Wert (dieser Wert ist „weg“). Von dem Geld, vom Verkauf in den Pool, konnte ich mir, mit etwas zuzahlen, einen 23 Jahre alten ML320 kaufen.

    „Back to the roots“

    Hallo Jeggo,


    Interessanter Bericht. Ich habe zu Begin meiner Langstrecken-Fahrerei immer die nächste Ladestation selbst eingegeben. Da die Anzahl der Ladestationen mit guter Performance zu der Zeit noch eher gering war, in einigen Regionen.

    Dann, mein erstes Jahr mit Ionity Unlimited ist schon etwas her, habe ich den Vertrag verlängert um weiterhin günstiger an den HPC Ladestationen zu laden. Bei genügend Ladevolumen rechnet sich das. Nachteil, ich muss mich weiterhin auf Ionity konzentrieren. Das stellt sich nun aber Zusehens als Nachteil heraus, siehe RE: EQV 300 !


    Wenn mein Vertrag ausläuft werde ich vermutlich mehr andere Anbieter nutzen und dann auch mal meinen Wagen „selber rechnen lassen“.

    hm, da müssen Deine Pferde abnehmen?
    Ich habe 2 Islandpferde, beide so um die 350kg und der Hänger ca. 1000kg was zusammen mit 1,8t machbar wäre.
    Leider habe ich keinen EQC sondern einen EQV der gar keine Anhängekupplung hat.

    Ich fahre weiterhin fleißig meine Langstrecke.


    Inzwischen ist es Routine geworden. Der weitere Ausbau von Ladestationen macht das Reisen auch einfacher.

    Schlimm ist dabei, dass die Ionity Infrastruktur sich inzwischen veralten anfühlt. Es sind zwei oder 4 Ladesäulen verfügbar, was entlang der Autobahnen zu den Reisezeiten viel zu wenig ist. Andere Anbieter kommen da mit 8 bis 16 Ladesäulen daher und ich meine da nicht die Parks von Tesla. Außerdem funktioniert gerne mal eine Ladesäule nicht, was dann die Ionity-Station endgültig zum Ärgernis werden lässt. Früher waren die HPC Ladesäulen auch ein Garant für schnelles Laden, was viele andere Anbieter so nicht geschafft hatten, auch wenn 150kW drauf stand.

    Doch mittlerweile laden die meisten Anbieter wirklich schnell.


    Wer dann mal bei Fastned oder ENGIE Stationen hält, lernt auch, dass es Dächer für Ladesäulen-Plätze gibt und Elektroauto Fahrer nicht nur bei Sonnenschein unterwegs sind.


    Wenn mein EQV laut Bordrechner zu dem Ergebnis kommt, dass ich mein Ziel erreiche ohne Zwischenladung, dann kann man fast fahren, wie man will. Er schafft es wirklich.

    Die Zeiten wo ich mit E++ und sparsamen Fahren unterwegs war, um die Reichweite über die Berechnete zu bringen, sind vorbei. Lieber einmal mehr kurz laden.


    Und jetzt ein „hoch“ auf die Ladecharakteristik von meinem EQV. Die schlägt andere Anbieter manchmal deutlich. Ich kann zwar „nur“ 110kW maximal laden. Doch das schafft mein EQV sehr lange und auch bei zunehmender Batterie Ladung sinkt er nur wenig ab (z.B. 70% Batterie => 107kW laden).

    Erlebnis: Da parke ich neben einer anderen Marke an einer Ladesäule und der lädt mit neidisch machenden 150kW. Hat einen ähnlichen Ladezustand wie meine Batterie und ich schließe an und lade mit 111kW. Nach dem üblichen Gang (Toilette, Snack, Kaffee) komme ich zurück, 80% Ladezustand, steige ein und fahre wieder los. Mein Nachbar hat irgendwann unterwegs wohl an „Performance“ verloren. Irgendwas um die 65kW und seine Batterie hat noch keine 70% erreicht.


    In diesem Zusammenhang wundere ich mich, dass immer noch über Reichweite und maximalen Ladestrom geworben wird. Das ist alles egal, wenn dein Wagen keine vernünftige Ladecharakteristik hat. Das ist das einzige Merkmal, was entscheidet, ob dein Auto für Langstrecke taugt oder nicht.

    Auweia, das ist super ärgerlich.

    Am Schlimmsten ist dabei, dass die Werkstatt nicht weiter weiß.

    Das hatte ich bei meinem B250e electric drive auch. 2 Wochen warten auf "Ideen" aus der Zentrale. Irgendwie peinlich.

    Ist Deine Werkstatt für die EQ-Modelle "ausgebildet"?

    Nicht alle sind das.

    Was mich hier so richtig auf die Palme bringt: Ich habe mir für teures Geld einen Mercedes gekauft, der jetzt keine 6 Jahre alt ist und keine 40.000 km gelaufen ist. Das Ein-Stufen-Getriebe hat eine Fehlfunktion! Das Ding ist nicht "kaputt-gefahren" oder so. Und Mercedes kommt mir in keinster Weise entgegen. Meine Erwartungshaltung an einen Mercedes und an Mercedes ist da eine andere.

    So, nun ist das Leben von meinem MB B250e electric drive wohl zu ende. ||
    Von heute auf morgen fuhr er nicht mehr.

    Die Werkstatt hat mit Hilfe des Technik-Zentrum von Daimler 2 Wochen gebraucht, um überhaupt heraus zu finden warum er nicht mehr fuhr.
    Am Ende ist es das Ein-Stufen-Getriebe, was defekt ist und nur im Ganzen getauscht werden kann.
    Der Preis für den Einbau des neuen Getriebeblocks ist dicht am Gesamtwert des Wagens =O
    So schnell kommt man von "FAHRSPASS" zu "Mobilitätsende"
    Auch meine Beziehung zu Mercedes hat gelitten. Ok, der Wagen ist von 2017, hat aber noch keine 40.000km gelaufen. Von Kulanz keine Spur.

    Tschüss. ;(